Hervorgehobener Beitrag

Einladung zum Wolfgang-Fritsche-Gedenkturnier am 3. April

Unser traditionelles Wolfgang-Fritsche-Gedenkturnier findet Karfreitag, den 3. April statt, Beginn ist wie jedes Jahr bereits um 17 Uhr.

Wir hoffen auf eine rege Teilnahme. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig, bitte bis 16:45 Uhr vor Ort erscheinen. Gespielt werden 7 Runden Schweizer System mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 5 Sekunden Zuschlag pro Zug. Für jeden Teilnehmer gibt es wie immer reichlich Schokolade und bunte Eier!

Erste Mannschaft nur noch mit Minimalchance auf den Klassenerhalt

1891 5.0 : 3.0 SC Gerthe-Werne 1 1894
1
2100
0.5 – 0.5
2140
2
2035
0.5 – 0.5
2005
3
2046
1 – 0
1940
4
1771
0 – 1
1926
5
1726
1 – 0
1809
6
1850
1 – 0
1792
7
1816
0 – 1
1799
8
1783
1 – 0
1738

Bericht von Marcel Quast

Nach zuvor zwei Siegen in Serie mussten wir heute wieder eine Niederlage einstecken, die uns nur noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt in der Verbandsliga lässt. Hätte der ehemals Letzte aus Rüttenscheid nicht gegen unseren direkten Konkurrenten Gladbeck einen Platz vor uns gewonnen, wären wir bereits sicher abgestiegen. Nach knapp drei Stunden lagen wir bereits mit 0:4 hinten und der Mannschaftskampf war praktisch entschieden. Felix stand wohl nicht schlecht, als er auf einen kleinen Trick hereinfiel, der ihn die Qualität für einen Bauern kostete. In der Folge hatte sein Gegner eine Mattdrohung aufgestellt, die nur durch die Dame verhindert wurde. Als diese abgelenkt wurde und nicht mehr die Deckung aufrecht erhalten konnte, strich Felix die Segel. Yannis konnte zwar in der Eröffnung und dann im Mittelspiel materiell das Gleichgewicht halten, das gegnerische Läuferpaar im Zusammenspiel mit weiteren aktiven Figuren und Yannis' schwachem König erschien aber äußerst bedrohlich. Der Herner gewann dann zwar nicht im Angriff, aber nach einem Fehler eine Figur, die für den Sieg reichte. Jürgen schien in meinen Augen mit Schwarz nicht schlechter zu stehen, wickelte aber in der Folge falsch ab und geriet in Nachteil. Die gegnerischen Leichtfiguren und auch der Turm waren auf einmal alle aktiv. Das genaue Ende habe ich nicht mitbekommen, aber anscheinend waren die Drohungen zu stark, sodass Jürgen diese nicht parieren konnte. Uli stand von Anfang an sehr passiv und beengt. Unter Druck kollabierte seine Stellung nach einem Fehler und die Partie war praktisch entschieden. Zwar kämpfte er noch ein paar Züge, schlussendlich allerdings vergebens.

Ich kam ganz gut aus der Eröffnung und hatte das aktivere Figurenspiel und etwas Druck auf einen Isolani. Im Glauben einen Bauern gewinnen zu können, wickelte ich ab, übersah dabei aber eine Ressource und musste ebenfalls einen Bauern geben. Das entstandene Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm und Läufer war gefühlt eher vorteilhaft für meinen Gegner, weshalb ich das Remisangebot trotz der damit sicheren Mannschaftsniederlage annahm. Bei Volkers Partie konnte niemand wirklich etwas aus der Eröffnung herausholen, beide hatten zudem einen relativ schlechten Läufer. Es entstand ein Endspiel mit Läuferpaar gegen Springer und Läufer, in dem Volker leicht besser stand, das aber bei genauem Spiel des Gegners wohl nicht zu gewinnen war. Die Partie endete dann abrupt, als der Herner nach einem Bauerntausch ein Matt übersehen hatte. Bernds Gegner opferte im Mittelspiel einen Bauern für etwas Angriff und aktives Figurenspiel, übersah dabei aber einen starken Springerrückzug, wonach die Damen getauscht wurden und Bernd mit einem Mehrbauern verblieb. Im weiteren Verlauf der Partie gelang es ihm allerdings nicht, Nutzen aus diesem zu ziehen und nachdem er zunächst ein Remisangebot ablehnte, bot er später selbst die Punkteteilung an. Matthias' Partie war recht verworren mit beiderseits seltsam anmutenden Bauernstrukturen und Leichtfigurenstellungen. Die Stellung insgesamt schien aber vorteilhaft für Matthias zu sein und nach und nach machte er Fortschritte. Auch hier habe ich das Ende aufgrund der Analyse meiner eigenen Partie nicht gesehen, doch der Herner konnte wohl nicht alle Schwächen verteidigen und unterlag zum 3:5-Endstand aus unserer Sicht.

Damit haben wir am letzten Spieltag mit einem Punkt Rückstand nur noch eine theoretische Chance gegen den Tabellenvierten die Klasse zu halten. Wenn Gladbeck gegen unseren heutigen Gegner nicht über ein 4:4 hinauskommt, halten wir dank aktuell gleicher Brettpunktzahl die Klasse mit einem Seg, bei einer Gladbecker Niederlage würde uns sogar ein 4:4 reichen. 

Zweite holt endlich wieder Punkte

1483 1.5 : 4.5 SC Gerthe 46-Werne 2 1438
1
1624
0 – 1
1657
2
1588
0.5 – 0.5
1595
3
1538
-/+
1486
4
1496
0 – 1
1296
5
1336
0.5 – 0.5
1236
6
1316
0.5 – 0.5
1358

Bericht von Robin Wüllner

Nach unserer langen Durststrecke konnten wir gegen die zweite Mannschaft von Hattingen endlich wieder punkten und hatten sogar keine Niederlage auf unserer Seite.

Die Hattinger ließen Brett drei offen, sodass Daniel spielfrei gewann. Den Anfang machte Reinhard, der in seiner Französischen-Verteidigung am Damenflügel einen Bauernvorstoß versuchte. Beide Spieler bevorzugten es die Stellung geschlossen zu halten und einigten sich nach dem 22. Zug auf ein Remis. Hier hätte Reinhard allerdings mit einer Taktik eine Qualität gewinnen können, wobei diese auch sehr schwer zu finden war. Matthias eröffnete wie gewohnt Englisch und bekam es mit einem Slawisch zu tun. Es kam zu symmetrischen kurzen Rochaden und Matthias entschloss sich am Damenflügel zu attackieren. Es wurden je ein Springer und Turm abgetauscht, ehe Matthias einen Bauern gewinnen konnte und die bessere Stellung erlangte. Sein Gegner kämpfte trotzdem noch lange gegen die Niederlage an, versuchte Tricks, die Matthias aber abwehren konnte. Schließlich konnte Matthias alle Figuren tauschen und hatte ein klar gewonnenes Endspiel, was sein Gegner dann auch einsah.

Ich hatte in meiner Indisch-Partie ein wenig Glück, mein Gegner kam etwas schwächer aus der Eröffnung und lud mich am Damenflügel zu viel Raumgewinn ein. Hier verwarf ich leider einen starken Zug, da ich nicht weit genug rechnete. Ich sah nur einen Figurengewinn gegen drei Bauern und die schlechtere Stellung für mich, aber einen Zug später hätte ich eine Qualität bekommen, was die Variante für meinen Gegner unattraktiv gemacht hätte und er somit eine andere, für mich aber auch günstige Spielfortsetzung gewählt hätte. So verlief mein Angriff im Nichts und ich kam ins Straucheln im Zentrum. Auf meinen schwächsten Zug, der mit einem Bauerngewinn in drei Zügen hätte bestraft werden können, folgte aber das Remisangebot meines Gegners, was ich annahm. Joachim eröffnete mit Spanisch und wurde von einem frühen Bauernvorstoß am Königsflügel von seinem Gegner überrascht. Deswegen wählte er die lange Rochade und konnte danach das passive Spiel seines Gegners ausnutzen mit einem Bauerngewinn. Kurz danach verpasste er aber seinen Springer auf das starke Feld e6 zu ziehen und seinen Gegner an der langen Rochade zu hindern. Der schaffte es nun seine etwas schwächeren Figuren abzutauschen und wenig später Schachmatt zu drohen. Das konnte Joachim fast nur durch Dauerschach verhindern, und da sein Gegner da nicht herauskam, endete die Partie remis. Robin hatte in seiner Partie lange zu knabbern, kam mit dem Caro-Kann nicht so gut ins Spiel, profitierte aber von einem nicht erzwungenen Läufertausch seines Gegners. In einer geschlossenen Stellung traute sich Robin auf die Rochade zu verzichten und stattdessen mit dem König einfach nach vorne zu laufen, um die Türme zu verbinden. Es wurden einige Figuren getauscht und Robin hatte dann einen Freibauern im Turmendspiel. Sein Gegner wollte unbedingt auf Sieg spielen, hatte aber nicht genügend Tempi, um Robins Bauern zu stoppen, beziehungsweise um eine Gegendrohung aufzubauen und so musste er schlussendlich das Handtuch werfen.

Vor dem letzten Mannschaftskampf stehen wird damit auf dem Tabellenplatz sechs (von 9 Mannschaften) und können definitiv nicht mehr auf den Abstiegsplatz fallen, mit einem Sieg könnten wir noch die Tabellenmitte erreichen.

Erste Mannschaft wahrt Chance auf Klassenerhalt

          SC Gerthe-Werne 1          
1885 4.5 : 3.5 SC Rochade Rüttenscheid 1 1890
1
2125
0.5 – 0.5
2173
2
2005
0.5 – 0.5
1901
3
1940
0.5 – 0.5
1867
4
1926
1 – 0
1846
5
1792
0 – 1
1837
6
1799
0.5 – 0.5
1804
7
1738
0.5 – 0.5
1862
8
1752
1 – 0
1828

Bericht von Marcel Quast

Nach unserem Sieg in der vorherigen Runde gelang uns am Sonntag der nächste gegen den Tabellenletzten, dennoch sind wir weiterhin auf einem Abstiegsplatz.

Felix machte recht früh Remis durch Zugwiederholung. Uli verlor nach einem Fehler im Übergang von der Eröffnung zum Mittelspiel eine Qualität. Nach dem weiteren Öffnen der Stellung war die Partie hoffnungslos. Den Rückstand glich Volker aus, der sehr früh eine gewonnene Stellung erreichte. Bereits in der Eröffnung spielte der Rüttenscheider eine scharfe Variante falsch weiter und geriet in eine Verluststellung. Volker gewann eine Figur und obwohl der Gegner noch einige Zeit weiterspielte, war der volle Punkt nie in Gefahr. Ich konnte ein Remis erzielen. Mein Gegner versuchte früh bei heterogenen Rochaden meine Königsstellung aufzureißen, doch mir gelang es alle Drohungen zu parieren und einige Figuren zu tauschen. In der Folge konnte der Rüttenscheider zwar einen Bauern gewinnen, dafür waren all seine vier Figuren im Gegensatz zu meinen zur Passivität verdammt. Ich griff mit allen Figuren einen Bauern an, von dessen Deckung er nicht mehr loskam und so war auch hier eine Zugwiederholung die logische Konsequenz.

Jürgens Gegner opferte in der Eröffnung einen Bauern für aktives Figurenspiel und Initiative. Nach einem Überseher konnte Jürgen diese aber vollkommen zerschlagen und hatte wohl keine Probleme mehr. In der Folge kam er auch zu besserem Spiel, konnte aber aus seinem Vorteil keinen Profit schlagen und musste sich mit einem Turmendspiel mit einem Mehrbauern begnügen, das nicht zu gewinnen war. Auch Bernd schien optisch besser zu stehen, der gegnerische Läufer kam anfangs hinter den Bauern nicht so recht zur Geltung. Beide Partien hatten schwache Bauern, die belagert und später getauscht wurden. Beim Übergang in ein ausgeglichenes Turmendspiel mit je drei Bauern am selben Flügel wurde der Punkt dann schließlich geteilt. Ahmad erspielte sich eine starke Bauernkette und Raumvorteil. Nach dem Tausch eines Turmpaares gelang es ihm zudem die Stellung weiter zu öffnen und mit seinem Turm gefährlich auf der siebten Reihe einzudringen. Ein Freibauernpaar entschied schließlich die Partie. Die Stellung auf Matthias' Brett wirkte recht bizarr. Seinem Gegner gelang es seine beiden schwarzen Türme auf h6 und h4 zu platzieren und dann mittels seiner Bauern h7, g6 und f5 festzulegen. Auch die vierte Reihe war verstellt. Dennoch machten die Türme Druck auf den Bauern h3 und den König, sodass auch ein Turm passiv auf g3 stehen musste. In der Folge gelang es Matthias nicht einen schwachen Bauern mit dem anderen Turm und seinem Läufer zu belagern, der gegnerische König deckte ihn immer ausreichend zusammen mit einem Springer. In der Folge tauschten sich die Leichtfiguren und dank genauen Rechnens konnte Matthias durch einen Bauernzug die Stellung öffnen, beide Türme tauschen und Remis durch Opposition halten.

In den letzten beiden Runden geht es jetzt darum weiter Punkte zu sammeln und auf Punktverluste unserer Konkurrenz zu hoffen. Die nächste Runde findet am 29. März beim SV Unser Fritz statt.

Ergebnisse der Vereinsturniere 2025

Zwar sind noch nicht alle Nachholpartien der VM gespielt, aber inzwischen stehen alle Sieger fest. Die Turnierseiten sind jeweils verlinkt.

Vereinsmeisterschaft Gr. A:

Felix Melmer mit 5/5 und einer offenen Partie

Vereinsmeisterschaft Gr. B:

Robin Wüllner mit 4,5/5

Vereinspokal:

Marcel Quast mit 4/4

Blitzmeisterschaft:

Marcel Quast mit 102/144 Wertungspunkten
(punktgleich mit Ulrich Meise, Entscheidung durch direkten Vergleich über alle Turniere)

Herzlichen Glückwunsch allen Siegern!

Bezirks-Mannschaftsblitz am 21.02.2026

Bericht von Volker Brüggestraß

Die Schachfreunde von Witten-Schnee waren der Ausrichter des diesjährigen 4er-Mannschaftsblitz, also fuhren wir am Samstagnachmittag nach Witten. Da unsere beiden Spitzenbretter verhindert waren, wurden die Ziele auch nicht besonders hoch gesteckt. Nachdem letztendlich nur sieben Mannschaften den Weg nach Witten gefunden hatten, wurde es ein doppelrundiges Turnier mit insgesamt 14 Runden, jeweils eine Mannschaft hatte also spielfrei. Nach knapp 3 Stunden war das Turnier beendet und wir landeten in der Tabelle mit zwei Siegen und einem Unentschieden auf dem vorletzten Platz, vor der 2. Mannschaft des SV Wattenscheid. Den ersten Platz sicherte sich der SV Bochum 02 und auch die erste Mannschaft des SV Wattenscheid schaffte als Zweiter die Qualifikation für die Verbandsmeisterschaft. Hier die Einzelergebnisse:

Erste feiert ersten Saisonsieg

1778 1.5 : 6.5 SC Gerthe-Werne 1 1866
1
1998
-/+
2125
2
1954
0 – 1
2005
3
1916
0.5 – 0.5
1940
4
1751
0 – 1
1926
5
1581
0 – 1
1809
6
1703
0.5 – 0.5
1792
7
1698
0.5 – 0.5
1738
8
1623
0 – 1
1595

Bericht von Marcel Quast

Erst gestern in der sechsten Runde der Verbandsliga gelang uns der erste Saisonsieg, wonach wir wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt haben können. Da unsere Gegner nur zu siebt antraten, hatte ich einen ruhigen Tag und schon den vollen Punkt zu Beginn in der Tasche. Nach knapp zwei Stunden erhöhte Yannis auf 2:0. Mit Raumvorteil und aktiveren Figuren kam er aus der Eröffnung, wonach sein Gegner einem Figurenangriff durch zwei Damenangriffe entgegentrat, dabei jedoch beim zweiten taktisch eine Qualität geben musste und sofort aufgab. Felix hatte eine wilde Partie gespielt, wie auch die lange und intensive spätere Analyse offenbarte. Sein Gegner verbrauchte sehr viel Zeit, sodass Felix zwischendurch eine Stunde mehr auf der Uhr besaß. Mit knapper Zeit bot der Lünener dann in unklarer Stellung remis an, was Felix nach Betrachtung der anderen Bretter auch annahm. Vor allem die Partie von Robin war ausschlaggebend, denn zu diesem Zeitpunkt besaß er schon eine Mehrfigur. Robin kam gut aus der Eröffnung und konnte nach einer Ungenauigkeit seines Gegners einen schwachen Bauern gewinnen. Dieser suchte dann sein Glück im Angriff und opferte eine Figur. Nur eine einzige reale Drohung existierte, die Robin stets im Blick hatte und seine Stellung weiter verstärkte, bis der Lünener genug gesehen hatte.

Den Sieg perfekt machten schließlich zwei Punkteteilungen an den Brettern sieben und sechs. Jürgen erspielte sich im Mittelspiel Vorteile und eine Mehrheit von drei Bauern. Seine Gegnerin schaffte es dennoch Gegenspiel zu erhalten und konnte vor allem durch ein temporäres Qualitätsopfer mit folgender Fesselung vermeintlich das Gleichgewicht halten. Das genaue Ende der Partie habe ich nicht mitbekommen, aber das Gegenspiel reichte, um Jürgens Bauernvorteil schließlich zu neutralisieren. Uli stand nach der Eröffnung eigentlich besser mit aktiveren Figuren und aussichtsreichen Chancen auf einen Königsangriff. Lediglich seine Bauernstellung mit ein, zwei Schwächen hätte irgendwann problematisch werden können. So kam es dann auch, dass er den Angriff nicht konsequent weiterspielte und sein Gegner seine Figuren verbesserte und allmählich die Oberhand gewann. Im Schwerfigurenendspiel stellten beide schließlich Drohungen auf und niemand wollte so recht auf Gewinn spielen, sodass sich hier auf eine Punkteteilung verständigt wurde.

Die letzten beiden Partien sollten noch ein wenig andauern, wobei Volker mit einer klaren Gewinnstellung aus der Zeitkontrolle kam und doch recht zügig den Sack zumachte. Zunächst lehnte er im Mittelspiel ein Remisangebot ab und konnte dank besserer Leichtfiguren einen Bauern gewinnen. Kurz vor der Zeitkontrolle gelang es Volker schließlich in ein gewonnenes Turmendspiel mit einem Mehrbauern überzugehen, wobei er dieses dann in ein anderes Turmendspiel mit drei gegen zwei Bauern abwickelte und leicht gewann. Bernd musste sich für den vollen Punkt noch etwas mehr anstrengen. Zwar besaß er zwei Figuren für einen Turm und bei einem Mehrbauern auch noch zwei Freibauern, wobei sich eigentlich fast alles gegenseitig deckte und auch ein mögliches Gegenspiel verhinderte, doch ein mögliches Matt dank eines vorgerückten Bauern auf f6 lag stets in der Luft. So musste Bernd umsichtig agieren und seine Stellung langsam Schritt für Schritt verbessern. Nachdem er alle Gegendrohungen parieren konnte, setzte er selbst zum entscheidenden Mattangriff an und besiegelte unseren Kantersieg.

Für uns geht es am 8. März gegen den Tabellenletzten Rochade Rüttenscheid weiter. Dann muss der nächste Sieg folgen, um uns realistische Aussichten auf den Klassenerhalt zu wahren.

Erste Mannschaft verliert auch gegen Brackel

1852 2.5 : 5.5 SF Brackel 3 1944
1
2120
0.5 – 0.5
2037
2
2005
0 – 1
2022
3
1940
0 – 1
1944
4
1809
0 – 1
1949
5
1792
1 – 0
1927
6
1738
0 – 1
1887
7
1753
0.5 – 0.5
1877
8
1657
0.5 – 0.5
1907

Bericht von Marcel Quast

Unnser Heimspiel fand dieses Mal bei der SG Bochum 31 statt, da bei uns die Heizung ausfiel und auch unsere Gäste aus Brackel keine Möglichkeit hatten, den Mannschaftskampf auszurichten. Herzlichen Dank an die SG Bochum! Jürgen verlor bereits recht früh seine Partie, sodass ich den Grund der Niederlage gar nicht richtig mitbekam. Auch Yannis zog den Kürzeren, obwohl er eigentlich gar nicht schlecht stand und, wenn ich es richtig sah, einen Bauern mehr hatte. Allerdings konnte sein Gegner nach einem Überseher ein undeckbares Matt drohen. Matthias steuerte einen halben Punkt bei. Bei heterogenen Rochaden versuchten beide den gegnerischen König unter Druck zu setzen. Der Brackeler war etwas langsamer und schien seinen Angriff nicht richtig aufbauen zu können, sodass er Remis anbot, was Matthias akzeptierte. Uli gewann an diesem Tage als Einziger aus unseren Reihen. Im Mittelspiel ließ sein Gegner eine Qualität stehen und konnte diesen Nachteil nicht mehr wettmachen. Es folgte eine Niederlage von Felix, der am Damenflügel vorpreschte, seinen Gegner dafür allerdings am Königsflügel gegen den unrochierten König angreifen ließ. Trotz Wanderung an den Damenflügel war der Angriff zu stark und Materialverlust nicht mehr zu verhindern. Klaus' Partie entwickelte sich im Mittelspiel zu einer taktischen Stellung, in der es nicht leicht war den Überblick zu behalten. Nach einigen Abtäuschen drohte Klaus seinen Minusbauern zurückzugewinnen, war jedoch mit der Punkteteilung zufrieden und bot diese daher seinem Gegner an, der sie schließlich akzeptierte. Die letzten beiden Partien sollten noch fast 1,5 Stunden andauern, in denen Bernd und ich um je einen halben Punkt kämpften. Nach langem Kampf gelang es mir schließlich ein Endspiel mit jeweils Dame und Springer trotz eines Minusbauern ins Remis abzuwickeln. Zunächst zentralisierte der Brackeler seinen Springer stark im Zentrum, doch nach dem Bauerngewinn fehlte ihm der entscheidende Plan. Unter Druck tauschte ich die Damen und hätte wohl das Springerendspiel verlieren müssen. In beidseitiger Zeitnot erspielte ich mir allerdings Gegenchancen und konnte schlussendlich nach einigen Vereinfachungen meinen Springer gegen den letzten Bauern hergeben. Bernd hatte weniger Glück und musste sich am Ende doch geschlagen geben. In einem ungleichfarbigen Läuferendspiel machte der Brackeler langsam aber sicher mit seinen zwei Mehrbauern Fortschritte. Zunächst sah es so aus, als ob Bernd aktiv genug wäre, um die drohende Niederlage abwenden zu können, doch die Bauern am Damenflügel, unterstützt vom König, waren schließlich zu stark.

Nun sind wir mit unserem einen Zähler auf den geteilten letzten Platz abgerutscht und müssen langsam aber sicher anfangen unser Punktekonto zu füllen. Wir spielen aber auch noch in den nächsten drei Runden gegen die drei direkten Konkurrenten über uns.

Spielbetrieb

Da die Heizung wieder funktioniert (und es hoffentlich auch so bleibt), nehmen wir unseren regulären Spielbetrieb (Jugendtraining am Donnerstag und Vereinsabend am Freitag) wieder auf!