Erste feiert ersten Saisonsieg

1778 1.5 : 6.5 SC Gerthe-Werne 1 1866
1
1998
-/+
2125
2
1954
0 – 1
2005
3
1916
0.5 – 0.5
1940
4
1751
0 – 1
1926
5
1581
0 – 1
1809
6
1703
0.5 – 0.5
1792
7
1698
0.5 – 0.5
1738
8
1623
0 – 1
1595

Bericht von Marcel Quast

Erst gestern in der sechsten Runde der Verbandsliga gelang uns der erste Saisonsieg, wonach wir wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt haben können. Da unsere Gegner nur zu siebt antraten, hatte ich einen ruhigen Tag und schon den vollen Punkt zu Beginn in der Tasche. Nach knapp zwei Stunden erhöhte Yannis auf 2:0. Mit Raumvorteil und aktiveren Figuren kam er aus der Eröffnung, wonach sein Gegner einem Figurenangriff durch zwei Damenangriffe entgegentrat, dabei jedoch beim zweiten taktisch eine Qualität geben musste und sofort aufgab. Felix hatte eine wilde Partie gespielt, wie auch die lange und intensive spätere Analyse offenbarte. Sein Gegner verbrauchte sehr viel Zeit, sodass Felix zwischendurch eine Stunde mehr auf der Uhr besaß. Mit knapper Zeit bot der Lünener dann in unklarer Stellung remis an, was Felix nach Betrachtung der anderen Bretter auch annahm. Vor allem die Partie von Robin war ausschlaggebend, denn zu diesem Zeitpunkt besaß er schon eine Mehrfigur. Robin kam gut aus der Eröffnung und konnte nach einer Ungenauigkeit seines Gegners einen schwachen Bauern gewinnen. Dieser suchte dann sein Glück im Angriff und opferte eine Figur. Nur eine einzige reale Drohung existierte, die Robin stets im Blick hatte und seine Stellung weiter verstärkte, bis der Lünener genug gesehen hatte.

Den Sieg perfekt machten schließlich zwei Punkteteilungen an den Brettern sieben und sechs. Jürgen erspielte sich im Mittelspiel Vorteile und eine Mehrheit von drei Bauern. Seine Gegnerin schaffte es dennoch Gegenspiel zu erhalten und konnte vor allem durch ein temporäres Qualitätsopfer mit folgender Fesselung vermeintlich das Gleichgewicht halten. Das genaue Ende der Partie habe ich nicht mitbekommen, aber das Gegenspiel reichte, um Jürgens Bauernvorteil schließlich zu neutralisieren. Uli stand nach der Eröffnung eigentlich besser mit aktiveren Figuren und aussichtsreichen Chancen auf einen Königsangriff. Lediglich seine Bauernstellung mit ein, zwei Schwächen hätte irgendwann problematisch werden können. So kam es dann auch, dass er den Angriff nicht konsequent weiterspielte und sein Gegner seine Figuren verbesserte und allmählich die Oberhand gewann. Im Schwerfigurenendspiel stellten beide schließlich Drohungen auf und niemand wollte so recht auf Gewinn spielen, sodass sich hier auf eine Punkteteilung verständigt wurde.

Die letzten beiden Partien sollten noch ein wenig andauern, wobei Volker mit einer klaren Gewinnstellung aus der Zeitkontrolle kam und doch recht zügig den Sack zumachte. Zunächst lehnte er im Mittelspiel ein Remisangebot ab und konnte dank besserer Leichtfiguren einen Bauern gewinnen. Kurz vor der Zeitkontrolle gelang es Volker schließlich in ein gewonnenes Turmendspiel mit einem Mehrbauern überzugehen, wobei er dieses dann in ein anderes Turmendspiel mit drei gegen zwei Bauern abwickelte und leicht gewann. Bernd musste sich für den vollen Punkt noch etwas mehr anstrengen. Zwar besaß er zwei Figuren für einen Turm und bei einem Mehrbauern auch noch zwei Freibauern, wobei sich eigentlich fast alles gegenseitig deckte und auch ein mögliches Gegenspiel verhinderte, doch ein mögliches Matt dank eines vorgerückten Bauern auf f6 lag stets in der Luft. So musste Bernd umsichtig agieren und seine Stellung langsam Schritt für Schritt verbessern. Nachdem er alle Gegendrohungen parieren konnte, setzte er selbst zum entscheidenden Mattangriff an und besiegelte unseren Kantersieg.

Für uns geht es am 8. März gegen den Tabellenletzten Rochade Rüttenscheid weiter. Dann muss der nächste Sieg folgen, um uns realistische Aussichten auf den Klassenerhalt zu wahren.

Erste Mannschaft verliert auch gegen Brackel

1852 2.5 : 5.5 SF Brackel 3 1944
1
2120
0.5 – 0.5
2037
2
2005
0 – 1
2022
3
1940
0 – 1
1944
4
1809
0 – 1
1949
5
1792
1 – 0
1927
6
1738
0 – 1
1887
7
1753
0.5 – 0.5
1877
8
1657
0.5 – 0.5
1907

Bericht von Marcel Quast

Unnser Heimspiel fand dieses Mal bei der SG Bochum 31 statt, da bei uns die Heizung ausfiel und auch unsere Gäste aus Brackel keine Möglichkeit hatten, den Mannschaftskampf auszurichten. Herzlichen Dank an die SG Bochum! Jürgen verlor bereits recht früh seine Partie, sodass ich den Grund der Niederlage gar nicht richtig mitbekam. Auch Yannis zog den Kürzeren, obwohl er eigentlich gar nicht schlecht stand und, wenn ich es richtig sah, einen Bauern mehr hatte. Allerdings konnte sein Gegner nach einem Überseher ein undeckbares Matt drohen. Matthias steuerte einen halben Punkt bei. Bei heterogenen Rochaden versuchten beide den gegnerischen König unter Druck zu setzen. Der Brackeler war etwas langsamer und schien seinen Angriff nicht richtig aufbauen zu können, sodass er Remis anbot, was Matthias akzeptierte. Uli gewann an diesem Tage als Einziger aus unseren Reihen. Im Mittelspiel ließ sein Gegner eine Qualität stehen und konnte diesen Nachteil nicht mehr wettmachen. Es folgte eine Niederlage von Felix, der am Damenflügel vorpreschte, seinen Gegner dafür allerdings am Königsflügel gegen den unrochierten König angreifen ließ. Trotz Wanderung an den Damenflügel war der Angriff zu stark und Materialverlust nicht mehr zu verhindern. Klaus' Partie entwickelte sich im Mittelspiel zu einer taktischen Stellung, in der es nicht leicht war den Überblick zu behalten. Nach einigen Abtäuschen drohte Klaus seinen Minusbauern zurückzugewinnen, war jedoch mit der Punkteteilung zufrieden und bot diese daher seinem Gegner an, der sie schließlich akzeptierte. Die letzten beiden Partien sollten noch fast 1,5 Stunden andauern, in denen Bernd und ich um je einen halben Punkt kämpften. Nach langem Kampf gelang es mir schließlich ein Endspiel mit jeweils Dame und Springer trotz eines Minusbauern ins Remis abzuwickeln. Zunächst zentralisierte der Brackeler seinen Springer stark im Zentrum, doch nach dem Bauerngewinn fehlte ihm der entscheidende Plan. Unter Druck tauschte ich die Damen und hätte wohl das Springerendspiel verlieren müssen. In beidseitiger Zeitnot erspielte ich mir allerdings Gegenchancen und konnte schlussendlich nach einigen Vereinfachungen meinen Springer gegen den letzten Bauern hergeben. Bernd hatte weniger Glück und musste sich am Ende doch geschlagen geben. In einem ungleichfarbigen Läuferendspiel machte der Brackeler langsam aber sicher mit seinen zwei Mehrbauern Fortschritte. Zunächst sah es so aus, als ob Bernd aktiv genug wäre, um die drohende Niederlage abwenden zu können, doch die Bauern am Damenflügel, unterstützt vom König, waren schließlich zu stark.

Nun sind wir mit unserem einen Zähler auf den geteilten letzten Platz abgerutscht und müssen langsam aber sicher anfangen unser Punktekonto zu füllen. Wir spielen aber auch noch in den nächsten drei Runden gegen die drei direkten Konkurrenten über uns.

Spielbetrieb

Da die Heizung wieder funktioniert (und es hoffentlich auch so bleibt), nehmen wir unseren regulären Spielbetrieb (Jugendtraining am Donnerstag und Vereinsabend am Freitag) wieder auf!

Zweite verliert unglücklich gegen Bochumer SV

1565 4.0 : 2.0 SC Gerthe 46-Werne 2 1366
1
 
0.5 – 0.5
1657
2
1563
0 – 1
1595
3
1531
0.5 – 0.5
1486
4
1515
1 – 0
1296
5
1741
1 – 0
1236
6
1475
1 – 0
927

Bericht von Robin Wüllner

So ein Schachspiel kann auf viele Arten und Weisen entschieden werden, sei es Unkonzentriertheiten, Zeitmangel oder der absolute Wunsch zu gewinnen, der dann nach hinten losgeht. An diesem Spieltag zumindest gab es bei uns sechs unterschiedliche Wege dorthin und mit dem Endergebnis von 2:4 gegen uns seltener die erfreulichen.

Joachim spielte eine Art Londoner System, aber tauschte früh einen Läufer ab. Auch seinen zweiten Läufer stellte er dem Gegner zum Tauschen hin, diesmal für einen Springer. Jetzt musste Joachim seine Bauern verteidigen, aber er fand hier die richtigen Züge. Als sein Gegner dann Joachims Springer schlug, nahm er mit dem falschen Bauern wieder und ermöglichte seinem Gegner leider eine Springergabel mit Qualitätsgewinn. Jetzt setzte Joachim auf Angriff und opferte seine letzte Leichtfigur für den Königsangriff, aber sein Gegner konnte einen Zug später Joachim zum Tauschen zwingen und hatte dann im Endspiel mit seinem Turm als Vorteil keine Probleme. Wolfgang spielte gegen ein Italienisch und wählte früh die falsche Fortsetzung, was ihn zwar nur einen Bauern kostete, aber auch die Rochade verbaute. Sein Gegner konnte dann mit seiner Dame einen weiteren Bauern schnappen, ehe Wolfgang diese tauschte. Jetzt versuchte Wolfgang irgendwie Material aufzuholen, aber dadurch wurde es nur schlimmer und er verlor eine Qualität. Das Spiel ging noch einige Züge weiter, in denen Wolfgang zwar viel versuchte, sein Gegner den Vorteil aber überlegt ausspielen konnte und letztendlich gewann. In Daniels Partie drehte sich viel um den schwarzen König, der früh kurz rochierte und danach den h-Bauern mit Kh7 verteidigen musste. Als Daniel merkte, dass der Bauer nicht zu erobern war, griff er im Zentrum an und versuchte seine Figuren aktiver zu positionieren. Das gelang ihm aber nicht und kurz nach dem Damentausch einigte man sich auf ein Remis, wobei Daniel zwar aktiver stand, aber der Computer die Stellung für ihn als leicht schlechter bewertet.

Matthias spielte mit seinem Englisch gegen ein Königs-Indisch. In der Eröffnung passierte nicht viel, je ein Läufer und ein Springer wurden getauscht. Sein Gegner wählte dann aber ein verfrühtes f5, mit dem Motiv einen Springer zu gewinnen, nachdem Matthias hier geschlagen hatte. Aber auch die restlichen Bauern am Königsflügel fielen dadurch und so hatte Matthias massig Kompensation. Sein Gegner gab nun eine Qualität ab, um nur noch zwei Freibauern gegen sich zu haben, die er auch gut stoppen konnte. Danach wählte er eine Zugwiederholung, aus der Matthias nicht ohne Verluste rausgekommen wäre, um zumindest einen Mannschaftspunkt zu garantieren. Ich spielte gegen ein Englisch und wählte auch eine indische Variante. Mein Gegner besetzte also früh das Zentrum und ich versuchte am Damenflügel etwas zu gewinnen. Das konnte mein Gegner aber überlegt verteidigen und so stand ich im Mittelspiel recht eingeengt da. Da mein Gegner aber viel mehr Zeit für seine Züge brauchte, hatte ich zumindest hier einen Vorteil und wählte komplizierte Züge. Dabei aber verlor ich am Königsflügel die Sicherheit für meinen König und mein Gegner wollte das ausnutzen. Zum 30. Zug hin hatte er nur noch eine Minute auf der Uhr und ließ sich auf ein schwaches Qualitätsopfer ein. Dennoch musste ich jetzt viel verteidigen, mein Gegner stellte mit fast jedem Zug neue Drohungen auf. Dennoch konnte ich dem Druck standhalten und einen Bauern gewinnen und meinen Turm am Damenflügel stark auf der siebten Reihe platzieren. Einen Zug vor der Zeitkontrolle und frischen 30 Minuten unterlief meinem Gegner dann der entscheidende Patzer. Er griff einen meiner Bauern an, hatte aber nun den Weg zu seinem eigenen König entblößt und mir gelang es nach etwa drei Minuten, den Mattzug zu sehen. Robin wählte die Slawische-Verteidigung und tauschte in der Eröffnung früh drei Leichtfiguren, sodass er noch einen Springer gegen einen Läufer hatte. Dabei kam es zu einem Bauernverlust, aber insgesamt hatte Robin mit seinen Bauern mehr Raum erkämpft. Da die anderen Partien schon früh zu Ende gingen, war klar, nur ein Sieg würde der Mannschaft noch helfen, also bemühte sich Robin darum. Nachdem auch die Damen und einmal Türme getauscht worden waren, konnte Robin seinen König aktivieren und hatte sogar einen starken Freibauern. Sein Gegner gab einen Bauern ab, um Robins Bauern zu stoppen. Leider verpasste Robin beim Versuch das Feld davor zu erobern den Bauern zu decken. Sein Gegner spielte aber nicht sauber weiter. Hätte Robin hier die Figuren getauscht, hätte er wohl das entscheidende Tempo mehr gehabt, um die Partie zu gewinnen. Das erforderte aber viel Rechenarbeit und nach über drei Stunden in der Partie ist es von außen immer viel leichter gesagt. Bedauerlicherweise übersah Robin dann eine Turmgabel und hatte für einen neuen Freibauern den Springer abgegeben. Mit Dauerschach wäre die Partie noch ein Remis gewesen, aber da das ja nicht zum Punkt gereicht hätte, versuchte Robin sein Glück, aber verlor dann das Endspiel.

Nach dieser doch bitteren Niederlage, stehen wir zwar weiterhin auf dem fünften Platz in der Tabelle, haben aber genau wie die anderen vier Mannschaften unter uns zwei Mannschaftspunkte.

Da wir im Februar spielfrei haben, werden wir wohl weiter abrutschen. Im März kommt dann der Tabellenführer vorbei, aber das Spiel geht wieder bei null los.

Weihnachtsturnier 2025

Kreuztabelle im Schweizer-System nach der 5. Runde
Nr. Teilnehmer TWZ 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Punkte DiVerg
1 Quast,Marcel 2120 ** 1   1 1   1 1     5.0
2 Melmer,Felix 1940 0 ** 1 1   1   1     4.0 1.0
3 Meise,Ulrich 1792   0 **   1 1   1 1   4.0 0.0
4 Wüllner,Robin 1595 0 0   **   1 1     1 3.0
5 Löffelbein,Klaus 1753 0   0   **     1 1 1 3.0
6 Boost,Jürgen 1738   0 0 0   ** 1     1 2.0 1.0
7 Berghaus,Matthias 1657 0     0   0 **   1 1 2.0 0.0
8 Straetling,Daniel 1486 0 0 0   0     ** 1   1.0 1.0
9 Schulz,Robin 1296     0   0   0 0 ** 1 1.0 0.0
10 Schulz,Wolfgang 927       0 0 0 0   0 ** 0.0

Bericht von Marcel Quast

Mit leider nur zehn Teilnehmern haben wir letzten Freutag unser traditionelles Weihnachtsturnier im Schach960-Format gespielt. Bei fünf Runden mit 15 Minuten plus fünf Sekunden pro Zug hatten wir mehr oder weniger genug Zeit, uns mit den unbekannten Stellungen vertraut zu machen und interessante Motive zu finden. Bei weihnachtlichen Knabbereien sowie Punsch haben wir einen gemütlichen Abend verbracht, der auf den Brettern aber durchaus weniger gemütlich wurde, denn nicht eine einzige Partie endete mit einem Remis. Die entschiedenen Partien zeigen eine interessante Punkteverteilung in der Tabelle. Am Ende durften sich alle über köstliche Präsente freuen.

Ich hoffe im nächsten Jahr auf eine etwas größere Resonanz und verbleibe mit den besten Wünschen für die Feiertage und fürs neue Jahr.

Erste Mannschaft unterliegt in Kamen

1961 5.5 : 2.5 SC Gerthe-Werne 1 1870
1
2106
0 – 1
2120
2
2169
0.5 – 0.5
2005
3
2024
0.5 – 0.5
1940
4
2021
1 – 0
1809
5
1872
1 – 0
1792
6
1859
1 – 0
1799
7
1850
0.5 – 0.5
1738
8
1790
1 – 0
1753

Bericht von Marcel Quast

Mit ein wenig Verspätung kommt mein Bericht zur letzten Runde der Verbandsliga. Vor knapp zwei Wochen fuhren wir mit leeren Händen aus Kamen nach Hause, doch das hätte nicht unbedingt sein müssen. Schnell wurden zwei Partien remis gegeben. Sowohl Jürgen als auch Felix einigten sich mit ihren Gegnern früh auf die Punkteteilung. In den nächsten zwei Stunden folgten vier Niederlagen am Stück und damit auch schon der Verlust des Mannschaftskampfes. Yannis übersah eine taktische Pointe seines Gegners, nach der Materialverlust nicht zu vermeiden war. Klaus ließ die gegnerische Dame in seine Stellung eindringen und eine Figur aufsammeln. Als die Dame wieder in ihren eigenen Reihen war, hatte Klaus genug gesehen. Matthias hatte mit einer Fesselung auf seiner Grundreihe und einem potentiell schwachen Bauern zu kämpfen. Er fand keinen Weg, dem gegnerischen Druck standzuhalten und verlor auch Material. Ulis Niederlage war die schmerzvollste. Zwar stand er stets etwas schlechter und hatte im Mittelspiel auch einen Bauern weniger, doch sein Gegner spielte in der Folge zu unvorsichtig und spann sich in der Brettmitte ein eigenes Mattnetz. Statt eiskalt zweizügig zuzuschlagen, spielte Uli leider einen anderen Zug und verlor direkt Material.

In Bernds Partie kippte die Waage vermutlich zwischendurch hin und her. Zunächst dachte ich, dass sein Gegner nach der Eröffnung aktiver und besser stehen müsste, doch dann ließ dieser durch eine Fesselung eine Figur stehen. In der Folge gelang es Bernd nicht den Sack zuzumachen, besonders sein schwarzfeldriger Läufer fand einfach nicht ins Spiel. Der Kamener hielt der Mehrfigur mit einer imposanten Bauernkette gegen und konnte taktisch mit seinem Läufer einen Bauern gewinnen und weitere schwächen, sodass sich Bernd entschied in ein Endspiel mit zwei Leichtfiguren gegen einen Turm überzuleiten. Dieses wollte beide Parteien nicht zu Ende rechnen und auch nicht zu Ende spielen, sodass die Punkte geteilt wurden. Mein Gegner machte in einer zweischneidigen Eröffnung einen Fehler und geriet ins Hintertreffen. Ich konnte einen gesunden Mehrbauern mein Eigen nennen, den ich in einem Turmendspiel zum vollen Punkt verwerten konnte.

Im neuen Jahr geht es dann am 25. Januar gegen Brackel 3 weiter.

Knappe Niederlage gegen Annen

1387 2.5 : 3.5 SU Annen 3 1386
1
1657
1 – 0
1647
2
1595
1 – 0
1465
3
1486
0.5 – 0.5
1440
4
1296
0 – 1
1362
5
1358
0 – 1
 
6
927
0 – 1
1015

Bericht von Robin Wüllner

In einer hart umkämpften Begegnung musste sich die Zweite denkbar knapp (schon wieder) geschlagen geben. Eigentlich wollten wir gegen den Vorletzten der Tabelle punkten, aber schon nach gut drei Stunden war diese Hoffnung geplatzt. 

Dabei starteten wir sehr gut rein, Matthias spielte eine moderne Variante der Aljechin-Verteidigung und tauschte die Leichtfiguren mit Entwicklungsgewinn ab. Nachdem das dritte Leichtfigurenpaar vom Brett entfernt wurde, hätte Weiß meiner Meinung nach die Damen tauschen sollen. Da er dies aber versuchte zu vermeiden, konnte Matthias einen Bauern gewinnen und einen Turm bedrohen, sein Gegner spielte den nächsten Zug sehr schnell (vielleicht war der Damenzug davor schon entscheidend) und stellte die Dame weg. Als ihm das nach dem Drücken der Uhr auffiel, gab er auf. Reinhard und ich beendeten unsere Partien fast zeitgleich, wobei Reinhard mit seiner Französichen-Verteidigung leider nur das Nachsehen hatte. Sein Gegner nutzte die sehr passive Stellung klug aus und konnte früh einen Bauern im Zentrum gewinnen. Da Reinhards König exponiert war, scheute er sich auch nicht, ein temporäres Figurenopfer zu wagen. Er sollte damit recht behalten, denn wenige Züge später fiel Reinhards Dame für einen Turm, womit er dann aufgab. Ich hatte durch das abgelehnte Wiener Gambit früh ein starkes Zentrum und Entwicklungsvorsprung. Mein Gegner versuchte über asymmetrische Rochaden, wieder ans Spiel zu kommen, doch ihm fehlten schlicht zwei Tempi, sodass ich einen beinahe unaufhaltbaren h-Bauern rennen ließ. Dass mein Gegner diesen entfernen wollte, erschien nicht abwegig, aber ich konnte auf der offenen Linie meine Türme verdoppeln und drohte nun mindestens einen Turmgewinn.

Somit stand es zwar 2:1, aber an den anderen Brettern entwickelte es sich nicht gut für uns. Wolfgang spielte eine ruhige Eröffnung und tauschte früh seinen Läufer für einen Springer. Danach versuchte er am Damenflügel anzugreifen, aber sein Gegner konnte dem Druck gut ausweichen. Seinerseits attackierte er das Zentrum und konnte hier erst einen positionellen Vorteil erspielen und dann durch eine Fesslung Wolfgangs letzte Leichtfigur erobern. Das Endspiel mit Läufer mehr war dann einfach zu gewinnen. Daniel spielte die Slawische-Verteidigung und tauschte früh im Zentrum Leichtfiguren ab, sodass er gegen ein Läuferpaar spielen musste. Dann kämpften beide um die offene e-Linie und Daniel konnte hier zum Preis des Damentauschs den aktiveren Turm bekommen. Beim Versuch, den eigenen Springer ins Spiel einzubringen, wählte Daniel das falsche Feld, der gegnerische Läufer nahm und nachdem Daniel mit seinem Bauern zurückgeschlagen hatte, hatte der Gegner einen starken Freibauern. Der darauffolgende Zug war auch unglücklich, da sein Gegner den nächsten Bauern gewinnen konnte, und das Endspiel hier, so gut wie verloren war. Daniel kämpfte aber stark weiter, und weil sein Gegner es verpasste, die weit aufgerückten Freibauern am Damenflügel zu verteidigen und stattdessen tauschte, gab es hinterher doch noch ein Remis. Robin wählte den Trompowsky-Angriff, sein Gegner wollte aber nicht den Springer abtauschen und zog diesen weg. Robin entwickelte seine Figuren, aber sein Gegner wollte mit der Dame Druck aufbauen. Hier wählte Robin die falsche Fortsetzung, der Angriff auf die Dame war zwecklos, da sein Gegner nun durch eine Ablenkung einen Läufer gewann. Robin gelang dann am Damenflügel einen Freibauern bis auf die sechste Reihe zu bewegen. Als sein Gegner schlug, stand alles bereit für den Damengewinn, mit demselben Motiv der Ablenkung, das hatte Robin aber nicht gesehen und so konnte sein Gegner den Damentausch erzwingen und das Endspiel dann letztendlich auch gewinnen.

Damit haben wir die Winterpause mit nur zwei Zählern erreicht, ich wünsche allen Schachfreunden schöne Feiertage und einen positiven Jahresanfang, und uns im neuen Jahr das nötige Quäntchen Glück, dass wir auch die knappen Mannschaftskämpfe in etwas Zählbares umwandeln können. In der fünften Runde geht es dann weiter beim Bochumer SV.

Ankündigung Weihnachtsturnier

Am Freitag, den 19. Dezember, findet unser traditionelles Weihnachts-Schnellschach-Turnier in der Schach960-Variante statt. Es werden fünf Runden mit einer Bedenkzeit von 15 Minuten plus 5 Sekunden pro Zug gespielt. Wie immer wird jeder Teilnehmer mit weihnachtlichen Köstlichkeiten beschenkt. Beginn ist um 19:30 Uhr.